Update zu Albtraum aller Eltern

Heute ist der 26. Januar 2018, schon wieder sind sieben Tage seit der Anhörung vergangen, und 24 Tage seit unsere Enkelin uns vom Jugendamt geklaut wurde.
24 Tage und Nächte die geprägt sind von Sorgen, Tränen und der Suche nach Lösungen. Es mischen sich immer mehr Gefühle der Hilflosigkeit, Wut auf dieses unmenschliche System hinzu.
Die ganze Energie, die ganze Kraft, alle Gedanken fließen nur einem Ziel entgegen, wir wollen unsere Felicitaz wieder haben. Nichts anderes hat mehr Platz in unserem Leben, gelacht haben wir schon lange nicht mehr. Erholsamer Schlaf, was ist das? Und Ernährung ist ebenfalls Nebensache, oder ein notwendiges Übel damit die Kraft nicht ausgeht.
Fast täglich brennt am Ende des Tunnels ein Licht, man hofft, ergreift den Strohhalm um dann wieder bitter enttäuscht zu werden. Auch das eine Sackgasse, auch dort erhalte ich keine Hilfe. Auch dieser Beweis bringt uns nicht weiter.
Es gibt so viele Rechtsmittel die man einlegen kann, die wir auch eingereicht haben, aber es bewegt sich nichts, es scheint als wenn alles auf irgendwelchen Aktenbergen verschwindet. Niemand fühlt sich zuständig oder ist gewillt sich des Falles anzunehmen.
Dieses offensichtliche Konstrukt aus Lügen und Behauptungen scheint nicht ausreichend zu sein um die Aufmerksamkeit von Verantwortlichen zu wecken. Niemand sieht sich in der Pflicht die Wahrheit zu finden, zu hinterfragen und getroffene Entscheidungen zu revidieren.
Alle reden von Geduld, Ausdauer, doch woher soll man die nehmen, wenn einem die Zeit davon läuft. Wenn man eine Stunde die Woche sein Kind sehen darf und spürt wie es sich von einem entfernt, weil es noch zu klein ist um zu wissen das sind meine Mama und mein Papa.
Wie soll man die Bindung aufrecht erhalten, seiner Pflicht nachkommen wenn man daran durch den sozialen Dienst des Jugendamtes gehindert wird? Mit der Begründung wir haben nicht mehr Kapazitäten frei. Das Kind hat das Recht auf Umgang mit beiden Eltern, die Eltern haben die Pflicht den Umgang mit ihrem Kind zu pflegen. So steht es im Gesetz, doch ob es Gesetze gibt oder nicht, interessiert in Deutschland niemanden mehr.
Nur der Aufschrei, wenn immer mehr Bürger das Recht in eigene Hände nehmen, der ist jedesmal groß. Doch was bleibt Bürgern denn anderes übrig, wenn sie von der Justiz im Stich gelassen werden? Wenn Gesetze nichts mehr wert sind, und willkürlich Entscheidungen und Urteile getroffen werden, und man keine rechtlichen Mittel hat, um doch noch zu seinem Recht zu kommen?

Noch hoffen wir auf Gerechtigkeit, doch die Hoffnung wird jeden Tag ein Stück kleiner, im gleichen Maß wächst die Verzweiflung. In uns ist alles wund und leer. Wir haben so lange auf Felicitaz gewartet, die Freude war so groß als wir erfuhren das es bald ein Baby in der Familie geben würde. Drei Wochen durften wir das Glück genießen, dann begann ein Leid wie es  größer kaum sein kann. Wenn Eltern ihr Kind an den Tod verlieren ist das grausam, aber sie dürfen trauern und irgendwann kann die Wunde heilen. Wird ihnen das Kind geklaut, bohrt man täglich neu in der Wunde, sie kann nicht heilen. Statt trauern muss man kämpfen. Muss jede Woche aufs neue das Kind in fremde Hände geben, und ahnt nicht einmal was man den Eltern damit antut. Aber auch unsere Kleine wird diese Zeit nicht folgenlos überstehen. Auch so kleine Kinder erleiden schon ein Trauma, und es wird ihr weiteres Leben beeinflussen.

Weinend schauen wir in dein leeres Bettchen, haben nur noch einen Wunsch, komm zurück zu uns.

Bald ist er vorbei, dieser zweite Sonntag im Mai

Der zweite Sonntag im Mai, auch so ein „Pflichttag“ 🙁 Der zweite Sonntag im Mai, Muttertag 🙁 Viele denken mit Trauer an ihre Mütter die schon von dieser Erde gegangen sind, ihnen bleibt nur das liebevolle Gedenken an einen geliebten Menschen.

Doch was ist mit all jenen deren Mutter noch lebt, und zu der sie trotzdem keine Beziehung haben? Wo das Leben, das Schicksal eine Mauer aufgebaut hat zwischen Mutter und Kind. Da geht es heute wohl beiden Seiten nicht so gut.

Die Mutter die sich verlassen und alleine fühlt, aber auch das Kind welches sich ungeliebt und unverstanden fühlt, beide leiden.

Ich bin beides, die Tochter die keinen Zugang zu ihrer Mutter findet. Die sich immer wieder abgelehnt und unverstanden fühlt. Wie oft in den letzten Jahren dachte ich die Schwierigkeiten sind überwunden, jetzt können wir wieder eine harmonische Beziehung aufbauen. Doch die geringste Kleinigkeit ließ diese zarte Blume wieder welken. Auch aktuell besteht mal wieder keine Beziehung. Der Grund ist für mich immer noch nicht nachvollziehbar, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst. Auslöser war ein Artikel  hier auf dieser Seite. Ich habe es gewagt meine Gedanken, Erinnerungen und Gefühle öffentlich zu äußern. In unserer Familie macht man sowas aber nicht. Sowas gehört hinter geschlossene Türen, und somit habe ich mich nicht Familienkonform verhalten. 🙁

Ich habe lange genug hinter verschlossenen Türen gelebt, habe dahinter gelitten und vor der Türe einen auf eitel Sonnenschein gemacht. Die Folge dieser Zeit ist meine PTBS. Auch etwas was von meiner Familie nicht anerkannt und als Fantasien und Geltungssucht abgetan wird.

Ich bin aber auch Mutter von vier Kindern, zwei davon haben sich heute gemeldet. Eins mit sehr bewegenden Worten, die mich sogar zum heulen gebracht haben. Schon wieder 🙁 Das gehört doch nicht an die Öffentlichkeit. Nein ich habe nicht geheult, alles gut.

Die anderen beiden haben schon vor Jahren den Kontakt abgebrochen, von einem weiß ich wenigstens das es ihm gut geht, er zwei Kinder und eine ihn liebende Frau hat. Vom vierten weiß ich gar nichts mehr.

Die Beziehung zu allen meinen Kindern ist nicht glatt und harmonisch verlaufen. Die Differenzen waren teilweise heftig, und wir haben alle gelitten, die Kinder genauso wie ich. Doch mit zweien läuft es wieder richtig gut. Sie sind erwachsen geworden, gehen ihren Weg. Natürlich würde ich mir mehr gemeinsame Zeit wünschen, wünschen darf man ja. Doch im stressigen Alltag bleibt die Zeit nicht immer, und die wenige Freizeit mag man dann auch nicht noch mit Terminen vollpacken.

Doch ich weiß, wenn ich in Not bin kann ich zu beiden gehen sie lassen mich nicht allein. Im Gegenzug wissen sie das aber auch von mir, meine Türe, meine Arme und mein Herz sind immer offen. Für alle meine Kinder.